«Cyber Europe»-Übung 2026: Die Schweiz testet ihre Cyberresilienz im Bahn- und Schifffahrtssektor

12.06.2026 - Am 10. und 11. Juni 2026 nahm die Schweiz an der «Cyber Europe 2026» teil, der grössten europäischen Cybersicherheitsübung, die von der Europäischen Agentur für Cybersicherheit (ENISA) organisiert wird. Bei der diesjährigen Ausgabe wurde die Cybervorfallsbewältigung des Schienen-und Schiffssektors trainiert. Unter der Leitung des Bundesamtes für Cybersicherheit (BACS) waren verschiedene nationale Behörden sowie Betreiberinnen kritischer Infrastrukturen in die Übung involviert.

Mit rund 1'000 Teilnehmern zählt «Cyber Europe» zu den wichtigsten europäischen Cyberkrisenübungen. Ziel der Übung ist es, Prozesse zur Bewältigung von Cybervorfällen, die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren sowie nationale und internationale Mechanismen zum Informationsaustausch im Falle grossangelegter Cyberangriffe zu testen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit unter realitätsnahen Bedingungen

Für diese Ausgabe wurde ein Szenario simuliert, in dem mehrere europäische Transportinfrastrukturen gleichzeitig von Cybervorfällen betroffen waren. In der Schweiz konzentrierten sich die Übungsaktivitäten auf die Bereiche Schienenverkehr und Binnenschifffahrt. Dabei wurden zentrale Akteure einbezogen, die für den Betrieb und den Schutz dieser kritischen Infrastrukturen verantwortlich sind. Die Übung hat gezeigt, dass die teilnehmenden Organisationen auch in einem komplexen und dynamischen Umfeld wirksam und koordiniert zusammenarbeiten können. Gleichzeitig bestätigte die Übung die Belastbarkeit und Wirksamkeit der bestehenden Prozesse zur Bewältigung grenzübergreifender Cybervorfälle. Darüber hinaus trug die Übung dazu bei, die  vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Partnern, die gemeinsam für die Cybersicherheit von kritischen Infrastrukturen in der Schweiz verantwortlich sind, weiter zu stärken.

Wichtige Erkenntnisse für die Cyberresilienz kritischer Infrastrukturen

Das BACS zieht eine positive Bilanz der Schweizer Teilnahme an der «Cyber Europe»-Übung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden in den nächsten Wochen vom BACS gemeinsam mit den beteiligten Organisationen vertieft analysiert, um allfällige Massnahmen zur Steigerung der Cyberresillienz im Bereich Schienen- und Schiffsverkehr zu identifizieren. Diese Erkenntnisse leisten auch einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Stärkung der Cyberresilienz der Schweiz sowie zur Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie NCS. Denn Cybersicherheit ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe.

Vernetzung erfordert starke Cybersicherheit

Angesichts der zunehmenden Vernetzung und Automatisierung von Systemen sowie der stetigen Weiterentwicklung digitaler Bedrohungen gewinnt die Cybersicherheit von Transportinfrastrukturen weiter an Bedeutung. Übungen wie «Cyber Europe» ermöglichen es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und die Vorbereitung auf künftige Cyberkrisen weiter zu verbessern.

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