Paket Abofalle: Wenn CHF 1.99 zur teuren Falle werden

30.04.2026 - Obwohl heutzutage Phishing- oder Betrugsnachrichten in vielen Fällen erkannt und gelöscht werden, bleibt die Paketbetrugsmasche erfolgreich. Paketbenachrichtigungen wirken glaubwürdig, weil sie an alltägliche Lieferprobleme anknüpfen und man für weitere Informationen nur einen Link anklicken soll. Wer den Link anklickt, landet jedoch auf betrügerischen Webseiten, wo Kreditkartendaten verlangt oder Betroffene in eine Abofalle geführt werden. Gerade durch die zunehmende Nutzung von Zustelldiensten wird es immer schwieriger, ein echtes Lieferproblem von einer Fälschung zu unterscheiden.

Hinter vermeintlich harmlosen Nachrichten, in denen auf ein Lieferproblem aufmerksam gemacht wird, stecken häufig mehr als nur Zollgebühren. Besonders tückisch ist, dass solche Nachrichten oft nur eine sehr kleine Zahlung verlangen, etwa CHF 1.99. Genau dieser geringe Betrag soll Vertrauen schaffen und Hemmungen abbauen. In manchen Fällen steht hinter der vermeintlichen Gebühr jedoch nicht bloss der Versuch, Kreditkartendaten abzugreifen. Einige Seiten wirken auf den ersten Blick oft wie klassisches Phishing: Die Seiten werden so gestaltet, dass sie einen scheinbar legitimen Charakter erhalten und entscheidende Informationen erst bei genauer Betrachtung sichtbar werden. Dabei werden Betroffene nach mehreren Schritten unbemerkt in ein kostenpflichtiges Abonnement geführt. Die eigentliche Information dazu ist teils ausserhalb des sichtbaren Seitenbereichs versteckt oder nur im Kleingedruckten beziehungsweise in den AGB erwähnt. Betroffene bemerken die finanziellen Folgen oft erst später auf ihrer Kreditkartenabrechnung.

Prüfen Sie die Geschichte auf ihre Plausibilität

Gerade weil Paketbenachrichtigungen im Alltag nichts Ungewöhnliches sind, lohnt sich ein zweiter Blick. Erwarten Sie überhaupt eine Sendung? Stimmt die Sendungsnummer? Passt der angebliche Absender zur Situation? Das BACS empfiehlt, bei tatsächlicher Lieferung die Sendungsnummer zu vergleichen und im Zweifelsfall den Paketdienst oder die Zollbehörde direkt zu kontaktieren.

Geben Sie keine Zahlungsdaten auf verlinkten Seiten ein

Wer auf eine solche Nachricht reagiert, wird häufig aufgefordert, Kreditkartendaten einzugeben. Teilweise werden auch Paysafe-Cards oder Bezahl-Codes verlangt. Darauf sollten Sie nicht eingehen. Das BACS rät ausdrücklich davon ab, Kreditkartendaten oder Bezahl-Codes in Zusammenhang mit solchen Paketmeldungen zu übermitteln. Besonders vorsichtig sollten Sie auch dann sein, wenn ein angeblich kostenloses oder günstiges Angebot nur gegen Angabe von Kreditkartendaten zugänglich ist.

Handeln Sie rasch, wenn Sie bereits Daten eingegeben haben

Falls Sie Ihre Kreditkartendaten bereits angegeben haben, sollten Sie umgehend Ihren Kreditkartendienstleister kontaktieren, um Ihre Karte sperren zu lassen. Ebenso empfiehlt es sich, die Transaktionen auf der Kreditkarte regelmässig zu kontrollieren, damit missbräuchliche Belastungen möglichst früh erkannt und gemeldet werden können. Gerade bei solchen Fällen ist schnelles Handeln wichtig, um den Schaden zu begrenzen.

Ein sicherer Umgang mit Paketbenachrichtigungen kann etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Dieser Aufwand kann jedoch Ihr Geld retten. Gerade weil kleine Beträge und alltägliche Situationen harmlos wirken, bleibt kritisches Prüfen entscheidend.

Die Sensibilisierungskampagne S-U-P-E-R.ch 2026 erinnert daran: Prüfen Sie Paketbenachrichtigungen kritisch und geben Sie niemals auf unbekannten Websites Kreditkartendaten ein.

Weitere Informationen:

Letzte Änderung 30.04.2026

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