Wenn ein Versprechen nach viel Geld zum Vorschussbetrug wird

07.05.2026 - Es wäre doch so einfach: Ohne Aufwand an viel Geld kommen. Genau diese Hoffnung nutzen Täter beim Vorschussbetrug mit der falschen Erbschaft aus. Was als überraschende Chance beginnt, endet jedoch nicht in einer Auszahlung, sondern in immer neuen Forderungen nach Gebühren, Steuern oder anderen Kosten, während das versprochene Vermögen gar nicht existiert.

Beim Vorschussbetrug mit der Masche der falschen Erbschaft erhalten Betroffene meist eine Nachricht, in der ihnen ein hoher Geldbetrag in Aussicht gestellt wird. Angeblich gehe es um eine Erbschaft, auf die sie Anspruch hätten. Gerade die Aussicht auf einen unerwarteten Geldsegen kann dazu führen, dass Warnsignale übersehen werden. Beim Vorschussbetrug wird häufig mit hohen Summen, offiziellen Formulierungen oder einer scheinbar nachvollziehbaren Geschichte gearbeitet. Wer antwortet, erhält in der Regel keine Auszahlung, sondern immer neue Forderungen nach Gebühren, Steuern oder Kosten.

Prüfen Sie die Geschichte auf ihre Plausibilität

Informationen sollten auch dann kritisch geprüft werden, wenn sie im ersten Moment erfreulich oder glaubwürdig wirken. Beim Thema Erbschaft gilt besondere Vorsicht. Der Erhalt einer Erbschaft hängt nicht davon ab, dass vorgängig Gebühren oder Steuern bezahlt werden. Solche Beträge werden üblicherweise separat und zu einem späteren Zeitpunkt in Rechnung gestellt. Wer unerwartet aufgefordert wird, vorab Geld zu überweisen, sollte deshalb besonders skeptisch sein.

Zahlen Sie nichts und brechen Sie den Kontakt ab

Wer bereits auf eine solche Nachricht reagiert hat, sollte den Kontakt unverzüglich abbrechen und keinerlei Zahlungen tätigen. Mit jeder Reaktion steigt das Risiko, weiter unter Druck gesetzt oder in neue Vorwände und Zahlungsaufforderungen verwickelt zu werden. Vorschussbetrug lebt davon, dass Betroffene Schritt für Schritt in die Geschichte hineingezogen werden.

Auch persönliche Daten können missbraucht werden

Die Gefahr liegt nicht nur in einer möglichen Zahlung. Das BACS weist darauf hin, dass auch bekannt gegebene persönliche Daten für weitere Betrugsfälle missbraucht werden können. Wer auf eine falsche Erbschaftsnachricht eingeht, riskiert deshalb nicht nur einen unmittelbaren finanziellen Schaden, sondern unter Umständen auch Folgeprobleme durch die Weiterverwendung der eigenen Angaben.

Handeln Sie rasch, wenn Sie bereits Daten eingegeben haben

Wurde bereits eine Zahlung ausgelöst, empfiehlt das BACS, umgehend die Bank zu kontaktieren. Unter Umständen kann die Zahlung noch gestoppt werden. Ist bereits ein finanzieller Schaden entstanden, rät das BACS zudem zu einer Strafanzeige bei der örtlichen Polizei. Schnelles Handeln kann entscheidend sein, um weiteren Schaden zu verhindern oder die Erfolgsaussichten einer Rückverfolgung zu verbessern.

Ein sicherer Umgang mit unerwarteten Versprechen kann etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Dieser Aufwand lohnt sich jedoch für Ihr Geld, Ihre Daten und Ihre Cybersicherheit. Gerade weil grosse Summen und offizielle Formulierungen auf den ersten Blick überzeugend wirken können, bleibt kritisches Prüfen entscheidend.

Die Sensibilisierungskampagne S-U-P-E-R.ch 2026 informiert, warum nicht jedes grosse Versprechen echt ist und wie Sie sich vor Betrug schützen können.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 07.05.2026

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