20.04.2026 - Starke und komplexe Passwörter sind ein wichtiges Element, um den Zugang zu Internetdiensten richtig zu schützen. Gleichzeitig sind sie aber oft schwer zu merken. Genau dies verleitet viele Menschen dazu, dasselbe Passwort für mehrere Dienste zu verwenden oder Passwörter nach einem wiederkehrenden Muster aufzubauen. Beides vermindert die Sicherheit deutlich und die Gefahr der Passwort-Wiederverwendung wird oft unterschätzt.
Wird ein Passwort bei einem Dienst gestohlen oder durch ein Datenleck öffentlich, prüfen Angreifer oft automatisiert, ob dieselben Zugangsdaten auch bei anderen Plattformen funktionieren.
Ein Passwort für mehrere Konten ist keine kleine Nachlässigkeit
Wer Passwörter mehrfach verwendet, macht es den Angreifern besonders leicht. Ein Vorfall bei einem einzelnen Dienst kann dadurch rasch zum Einfallstor bei weiteren Konten werden. Gerade das E-Mail-Konto ist dabei besonders kritisch, weil darüber oft Passwortrücksetzungen für andere Dienste ausgelöst werden können.
Auch systematische Passwörter sind problematisch
Nicht nur identische, sondern auch ähnlich aufgebaute Passwörter stellen ein Risiko dar. Wer ein Passwortmuster verwendet, das sich nur durch eine Zahl oder einen kleinen Zusatz unterscheidet, schafft eine scheinbare Ordnung, aber keine echte Sicherheit. Wenn ein Passwort bekannt wird, können Angreifer oft mit wenig Aufwand ähnliche Varianten erraten. Genau deshalb reicht es nicht aus, Passwörter nur leicht zu verändern. Entscheidend ist, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu verwenden.
Passwortmanager können unter einer Voraussetzung helfen
Ein Passwortmanager kann dabei unterstützen, für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort zu verwenden. Solche Tools helfen beim Erstellen, Speichern, Verwalten und Einfügen komplexer Passwörter. Sie lösen damit einen grossen Teil des Problems, indem man sich nicht mehr zahlreiche komplizierte Kombinationen merken muss. Allerdings schützt ein Passwortmanager nur dann wirksam, wenn das Master-Passwort selbst ausreichend stark ist. Gerät dieses in falsche Hände, sind unter Umständen alle gespeicherten Zugänge betroffen.
Was gute Passwortpraxis ausmacht
Das BACS empfiehlt die Verwendung von Passwörtern, die mindestens aus 12 Zeichen, inkl. Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und möglichst auch Sonderzeichen bestehen. Ebenso wichtig ist, Passwörter nicht mehrfach zu verwenden und wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentisierung zu aktivieren. Diese schafft eine zusätzliche Hürde und erhöht den Aufwand für Angreifer deutlich. Besonders schutzbedürftig sind zum Beispiel Zugangsdaten für das E-Mail-Konto.
Ein sicherer Umgang mit Passwörtern kann etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Dieser Aufwand ist jedoch keine Nebensache, sondern eine wichtige Schutzmassnahme für Ihre Konten, Ihre Daten und Ihre Cybersicherheit. Gerade weil abgeflossene Zugangsdaten oft noch Jahre später missbraucht werden können, bleibt der bewusste Umgang mit Passwörtern entscheidend.
Die nationale Sensibilisierungskampagne S-U-P-E-R.ch 2026 mit dem Motto «SUPER, oder?» erinnert deshalb daran: Nutzen Sie für jedes Login ein anderes Passwort.
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Letzte Änderung 20.04.2026

