Sextortion

Angreifer drohen mit der Veröffentlichung von kompromittierenden Bildern oder Videos, falls Sie nicht auf eine Lösegeldforderung eingehen. Im Vorfeld wurden die Opfer über soziale Netzwerke kontaktiert und verführt sich vor der Kamera auszuziehen.

Sextortion bezeichnet eine Erpressungsmethode, bei der eine Person mit Bild- und Videomaterial erpresst wird, welches sie beim Vornehmen sexueller Handlungen und/oder nackt zeigt. Im Vorfeld erhalten die Opfer über soziale Netzwerke (z. B. Facebook oder Dating-Plattformen) eine Einladung oder Freundschaftsanfrage einer unbekannten, attraktiven Frau respektive eines attraktiven Mannes. Nach der Annahme dieser Einladung oder Anfrage nimmt diese Frau mit der Zielperson Kontakt auf und verwickelt sie in ein Gespräch. Sie schlägt vor, in einen Videochat zu wechseln. Dort bringt der Angreifer die Zielperson dazu, sich zu entblössen, zu masturbieren, ausgelassen nackt herumzutanzen oder anzüglich zu posieren. Alle Handlungen während des Videochats werden heimlich aufgenommen. Das Opfer wird später von Erpressern kontaktiert und zu einer Geldzahlung aufgefordert. Die Täter drohen, die Aufnahmen unter Angabe des Namens auf Youtube zu veröffentlichen, die Aufnahmen per E-Mail an Familienangehörige, Freunde oder den Arbeitgeber zu schicken oder den Link auf Facebook zu veröffentlichen.

Letzte Änderung 02.12.2020

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